Leistungen · Steuerkanzleien

Kooperationsmodelle fur Steuerkanzleien – welches Lohn-Partnermodell passt?

Es gibt nicht *das* eine richtige Modell, um die Lohnabrechnung als Steuerkanzlei mit einem externen Partner zu organisieren. Eine kleine Kanzlei mit zwei Baumandaten hat andere Bedurfnisse als eine grose Kanzlei, die ihre komplette Lohnabteilung aus dem Arbeitsmarkt-Risiko herausnehmen will. Deshalb bietet LOHN24 mehrere Kooperationsmodelle an. Diese Seite vergleicht sie ehrlich – mit Vor- und Nachteilen – damit Sie das Modell wahlen konnen, das zu Ihrer Kanzleistrategie passt.

Steuerberater und externer Lohn-Partner besiegeln eine Kooperation per Handschlag am Besprechungstisch

Die drei Grundmodelle im Vergleich

| Kriterium | Im Namen der Kanzlei | Direkte Empfehlung | Hybrid (Spezialthemen) | |---|---|---|---| | Wer rechnet mit dem Mandanten ab? | Kanzlei | LOHN24 | Kanzlei (Normallohn), LOHN24 (Spezial) | | Sichtbarkeit von LOHN24 | unsichtbar | sichtbar | teils | | Mandantenbindung | sehr hoch | mittel | hoch | | Operative Entlastung der Kanzlei | hoch | sehr hoch | teilweise | | Geeignet fur | bindungsstarke Kanzleien | Lohn ganz raus | reine Normallohn-Kanzleien |

Im Namen der Kanzlei – maximale Bindung

LOHN24 rechnet im Namen Ihrer Kanzlei ab, der Mandant merkt nichts. Beste Wahl, wenn die Mandantenbindung oberste Prioritat hat und die Lohnabrechnung weiterhin als Kanzlei-Leistung wahrgenommen werden soll.

Direkte Empfehlung – Lohn vollstandig herauslosen

Die Kanzlei empfiehlt LOHN24, LOHN24 rechnet direkt mit dem Mandanten ab. Beste Wahl, wenn die Kanzlei den Lohn betriebswirtschaftlich vollstandig aus dem Haus geben und sich auf Steuerberatung und Fibu konzentrieren will.

Hybrid – nur die Spezialfalle abgeben

Die Kanzlei behalt den Normallohn und gibt nur Spezialthemen ab – typisch Baulohn mit SOKA-BAU oder die Pflegebranche mit ihrem Pflegemindestlohn. Beste Wahl fur Kanzleien, die im Normallohn stark sind, aber Spezialmandate sonst ablehnen mussten.

Welches Modell fur welche Situation?

  • Wir wollen unsere Mandanten halten, aber sind in der Lohnabteilung uberlastet. → Im Namen der Kanzlei
  • Lohn ist fur uns ein Verlustgeschaft, wir wollen es ganz abgeben. → Direkte Empfehlung
  • Wir konnen Normallohn, scheitern aber an Baulohn/Pflege. → Hybrid
  • Uns ist gerade die Lohnkraft weggebrochen. → Im Namen der Kanzlei als Uberbruckung, spater Entscheidung

Dass die Auslagerung Mandant und Kanzlei gemeinsam entlastet, gilt fur alle drei Modelle – der Unterschied liegt in Sichtbarkeit und Bindung.

Haufige Fehler bei der Modellwahl

In der Praxis treten bei der Modellwahl einige typische Fehler auf, die sich vermeiden lassen:

  • Zu groser erster Schritt: Wer sofort alle Mandate auslagert, uberfordert die eigene Organisation. Besser ist ein schrittweiser Einstieg mit einem oder wenigen Mandaten.
  • Falsches Modell fur die Bindungsstrategie: Eine bindungsorientierte Kanzlei sollte nicht das Empfehlungsmodell wahlen, bei dem der Mandant den Dienstleister kennenlernt.
  • Unklare Abgrenzung im Hybrid: Wird nicht eindeutig festgelegt, welche Mandate intern und welche extern laufen, entsteht Verwirrung. Eine klare Regel verhindert das.
  • Vernachlassigte Kommunikation: Auch das beste Modell scheitert, wenn die Kommunikationswege zum Mandanten nicht sauber definiert sind.

Eine fundierte Erstberatung hilft, diese Fehler von vornherein zu vermeiden.

Modellwahl als strategische Entscheidung

Letztlich ist die Wahl des Kooperationsmodells eine strategische Weichenstellung fur die Kanzlei: Will sie Lohn als bindenden Bestandteil ihres Leistungsportfolios behalten, ihn vollstandig abgeben oder gezielt um Spezialkompetenz erganzen? Diese Frage beruhrt das Selbstverstandnis der Kanzlei und ihre Positionierung am Markt. Eine Kanzlei, die sich als umfassender Partner ihrer Mandanten versteht, wird das Modell Im Namen der Kanzlei bevorzugen; eine Kanzlei mit klarem Beratungsfokus die direkte Empfehlung. Es lohnt sich, diese Entscheidung bewusst und nicht nur aus der akuten Not heraus zu treffen.

Was alle Modelle gemeinsam haben

Unabhangig vom gewahlten Modell sind drei Dinge immer gesichert:

1. Rechtsrahmen: LOHN24 erbringt die mechanische Lohnabrechnung im Rahmen von §6 Nr. 4 StBerG. 2. Datenschutz: Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO – siehe Datenschutz in der Lohnabrechnung. 3. Technik: DATEV-anschlussfahige Datenrucklieferung – siehe DATEV-Schnittstelle.

Der Weg zur Entscheidung

Die Wahl des Modells ist keine Einbahnstrase: Viele Kanzleien starten mit einem Hybrid- oder Im-Namen-der-Kanzlei-Modell und passen es an, wenn sich der Bedarf andert. Eine Erstberatung klart, welches Modell zur Kanzleistrategie, zur Mandantenstruktur und zur personellen Lage passt. Dass moderne Steuerberatung zunehmend auf flexible Partnermodelle setzt, ist ein klarer Trend.

Modelle im Detail: Vor- und Nachteile

Im Namen der Kanzlei – die Starken und Grenzen Vorteile: Maximale Mandantenbindung, durchgangiger Markenauftritt, hohe operative Entlastung. Zu beachten: Erfordert einmalige Einrichtung des Kanzlei-Layouts und klare Kommunikationsregeln. Ideal fur Kanzleien, die Lohn als Bindungsanker verstehen.

Direkte Empfehlung – die Starken und Grenzen Vorteile: Vollstandige Herauslsung der Lohnabrechnung aus dem Kanzleibetrieb, hochste Entlastung, keine eigene Lohnkapazitat mehr notig. Zu beachten: Der Mandant lernt LOHN24 kennen, die Bindung an die Kanzlei lauft starker uber die Steuerberatung. Ideal, wenn Lohn betriebswirtschaftlich abgegeben werden soll.

Hybrid – die Starken und Grenzen Vorteile: Die Kanzlei bleibt im Normallohn souveran und gewinnt zugleich die Fahigkeit, Spezialmandate (Bau, Pflege) anzunehmen. Zu beachten: Erfordert eine klare Abgrenzung, welche Mandate intern und welche extern laufen. Ideal fur reine Normallohn-Kanzleien mit gelegentlichen Spezialfallen.

Die Mandantenstruktur als Entscheidungsgrundlage

Welches Modell passt, hangt stark von der Mandantenstruktur ab. Eine Kanzlei mit vielen kleinen Mandanten und stabiler Lohnabteilung kann das Modell Im Namen der Kanzlei nutzen, um Lastspitzen abzufangen. Eine Kanzlei mit wenigen, aber komplexen Bau- oder Pflegemandanten fahrt mit dem Hybrid-Modell am besten. Und eine Kanzlei, die strategisch weg vom Lohn und hin zur reinen Beratung will, wahlt die direkte Empfehlung. Es lohnt sich, die eigene Mandantenstruktur vor der Modellwahl ehrlich zu analysieren.

Flexibler Einstieg und Modellwechsel

Ein wichtiger Punkt: Die Modellwahl ist reversibel. Eine Kanzlei kann mit einem einzelnen Mandat im Hybrid-Modell starten, Erfahrungen sammeln und spater auf das Modell Im Namen der Kanzlei fur weitere Mandate ausweiten. Dieser schrittweise Einstieg senkt das Risiko und erlaubt es, das Zusammenspiel mit LOHN24 zunachst in einem uberschaubaren Rahmen zu erproben, bevor grossere Teile der Lohnabrechnung ubergeben werden.

Häufige Fragen

Antworten auf einen Blick

Das Modell Im Namen der Kanzlei, weil LOHN24 fur den Mandanten unsichtbar bleibt und Ihre Kanzlei der alleinige Ansprechpartner ist.

Wenn die Kanzlei den Lohn betriebswirtschaftlich vollstandig aus dem Haus geben und sich auf Beratung und Fibu konzentrieren will.

Die Kanzlei behalt den Normallohn im Haus und gibt nur Spezialthemen wie Baulohn oder Pflege an LOHN24 ab.

Ja. Viele Kanzleien starten mit einem Modell und passen es an, wenn sich Bedarf oder Personalsituation andern.

Ja. §6 Nr. 4 StBerG, die DSGVO-Auftragsverarbeitung und die DATEV-Anschlussfahigkeit gelten unabhangig vom gewahlten Modell. --- Unsicher, welches Modell zu Ihrer Kanzlei passt? Wir beraten Sie in einem unverbindlichen Erstgesprach – [jetzt Kanzlei-Partner werden](https://lohn24.de/kunde-werden).

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