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Glossar

Arbeitszeitkonto

Ein Arbeitszeitkonto erfasst Plus- und Minusstunden eines Beschäftigten und entkoppelt so die tatsächliche Arbeitszeit von der vereinbarten. Es ermöglicht flexible Arbeitszeitmodelle und die Übertragung von Zeitguthaben über den Abrechnungszeitraum hinaus.

Ein Arbeitszeitkonto bildet die Differenz zwischen der vertraglich vereinbarten und der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit ab. Geleistete Mehrarbeit wird als Plusstunden gutgeschrieben, geringere Arbeitszeit als Minusstunden erfasst. So lassen sich Arbeitszeiten flexibel an die Auftragslage anpassen.

Man unterscheidet vor allem zwischen Kurzzeitkonten (Gleitzeit), bei denen Guthaben innerhalb überschaubarer Zeiträume ausgeglichen werden, und Langzeit- oder Lebensarbeitszeitkonten, auf denen Guthaben über Jahre angespart werden – etwa für längere Freistellungen oder einen früheren Ruhestand.

Sozialversicherungsrechtlich ist zwischen flexiblen Arbeitszeitregelungen und sogenannten Wertguthaben nach dem Flexi-Gesetz zu unterscheiden. Bei echten Wertguthaben werden Beiträge erst bei Auszahlung bzw. in der Freistellungsphase fällig (nachgelagerte Verbeitragung), und es gelten besondere Anforderungen an Insolvenzschutz und Führung des Kontos.

Für die Lohnabrechnung ist der Zeitpunkt entscheidend: Wird ein Zeitguthaben durch Freizeit ausgeglichen, ändert sich am laufenden Entgelt nichts. Wird es dagegen ausgezahlt – etwa bei Mehrarbeit oder beim Ausscheiden einer beschäftigten Person –, ist der Betrag im richtigen Monat steuer- und beitragspflichtig abzurechnen.

LOHN24 erfasst Mehrarbeit, Zeitguthaben und die Auszahlung von Restguthaben zuverlässig und rechnet sie im zutreffenden Monat steuerlich und sozialversicherungsrechtlich korrekt ab.