Kurz gefasst
Lohnabrechnung ist Pflicht – aber wie viel sie kostet, hängt stark vom gewählten Modell ab. Variable Tarife kalkulieren oft mit einem Grundpreis und Aufschlägen für jeden Sonderfall: Jahressonderzahlungen, Kurzarbeit, Neueintritte oder Austritte. Am Ende des Monats weiß mancher Unternehmer nicht, was auf ihn zukommt.
Ein Festpreis pro Mitarbeiter macht das anders: Der Betrag steht fest, unabhängig davon, wie viele Sondervorgänge anfallen. Für Unternehmen mit einem überschaubaren, aber regelmäßig wechselnden Personalstamm ist das oft der ehrlichere Ansatz.
Steuerberater-vs-LOHN24-Rechner
Schätzung auf Basis Ihrer Eingaben – keine verbindliche Preisauskunft. Konkrete Preise hängen von Mitarbeiterzahl, Branche, Komplexität und Zusatzleistungen ab. Für ein konkretes Angebot bitte Kontakt aufnehmen.
Variable Abrechnung: Wo aus kleinen Preisen große Rechnungen werden
Viele Anbieter werben mit einem niedrigen Grundpreis pro Abrechnung – 4 €, 6 € oder 8 € klingen attraktiv. Doch der Grundpreis deckt in der Regel nur die Standardabrechnung ab. Sobald etwas Besonderes anfällt, entstehen Zusatzkosten.
Typische Kostentreiber bei variablen Modellen:
- Eintritt oder Austritt eines Mitarbeiters: Einmalgebühr pro Vorgang, häufig 20–50 €
- Jahressonderzahlungen (Urlaubs- oder Weihnachtsgeld): gesonderter Abrechnungsposten
- Kurzarbeit oder Elternzeit: aufwendige Sondervorgänge mit Zusatzberechnung
- Bescheinigungen (Arbeitgeber-, Verdienstbescheinigungen): teils einzeln berechnet
- Rückrechnungen durch rückwirkende Gesetzesänderungen oder Korrekturen
- Jahresabschluss und Lohnsteuerbescheinigungen: häufig als separater Jahresposten
Diese Einzelpositionen summieren sich – besonders in Unternehmen mit höherer Personalfluktuation oder saisonalen Schwankungen. Mehr zu typischen Kostenfallen lesen Sie im Ratgeber Versteckte Kosten bei der Lohnabrechnung.
Das Ergebnis: Der effektive Monatspreis liegt am Ende deutlich über dem beworbenen Grundpreis. Und er schwankt – mal mehr, mal weniger, je nachdem was im Personalwesen los war.
Festpreis vs. Steuerberater: Was der Unterschied in der Praxis bedeutet
Viele Unternehmen lassen die Lohnabrechnung über ihren Steuerberater erledigen – oft als Teil eines Gesamtpakets. Das hat Vorteile, wenn Buchführung und Lohn aus einer Hand kommen. Doch die Kostenstruktur folgt meist dem Steuerberatergebührenrecht (StBVV), das auf Stundensätzen und Gegenstandswerten basiert.
Das bedeutet in der Praxis:
- Kein fester Preis pro Mitarbeiter – die Gebühr berechnet sich nach Brutto-Jahresbezügen und Tätigkeitsfaktor
- Sondervorgänge werden separat berechnet – Eintritte, Austritte, Bescheinigungen
- Stundensatz-Abrechnung für Rückfragen und Korrekturen – jede Nachfrage kostet
- Wenig Transparenz im Voraus – der Jahresbescheid überrascht manchmal
Ein spezialisierter Lohnabrechnungsdienstleister mit Festpreismodell arbeitet anders: Ein definierter monatlicher Betrag pro Mitarbeiter, klarer Leistungsumfang, keine versteckten Extras. Mehr dazu, wie die Kostenstrukturen im Vergleich aussehen, finden Sie im Ratgeber Lohnabrechnung beim Steuerberater – was kostet das wirklich?.
Das Festpreismodell eignet sich besonders für Unternehmen, die die Lohnabrechnung vollständig auslagern möchten – ohne jedes Mal nachrechnen zu müssen, was die Abrechnung diesen Monat kosten wird. Mehr zum Thema Lohnabrechnung outsourcen finden Sie auf der entsprechenden Seite.
Beispielrechnungen: Was 13 € pro Mitarbeiter in der Praxis bedeutet
Die folgenden Zahlen sind Orientierungswerte auf Basis des LOHN24-Festpreises von 13 € pro Mitarbeiter und Monat. Sie dienen der Vergleichbarkeit – die tatsächlichen Kosten hängen vom individuellen Leistungsumfang ab. Alle Preise netto, zzgl. MwSt.
10 Mitarbeiter
- Monatlicher Festpreis: 10 × 13 € = 130 €/Monat
- Jahreskosten: 1.560 €
- Enthält: monatliche Abrechnungen, Meldewesen, Bescheinigungen, persönliche Ansprechperson
- Vergleich variabler Tarif (Grundpreis 6 €/MA + geschätzte Extras): ca. 160–200 €/Monat
25 Mitarbeiter
- Monatlicher Festpreis: 25 × 13 € = 325 €/Monat
- Jahreskosten: 3.900 €
- Bei 4 Personalwechseln im Jahr (variabler Tarif): Grundpreis ca. 200 € + Extras ca. 120 € = ca. 320–400 €/Monat
- Festpreis bleibt konstant, unabhängig von Wechseln
50 Mitarbeiter
- Monatlicher Festpreis: 50 × 13 € = 650 €/Monat
- Jahreskosten: 7.800 €
- Steuerberatermodell (Richtwert StBVV, mittleres Gehaltsniveau): geschätzte 750–1.100 €/Monat
- Ersparnis gegenüber Steuerberater: je nach Konstellation 100–450 €/Monat
100 Mitarbeiter
- Monatlicher Festpreis: 100 × 13 € = 1.300 €/Monat
- Jahreskosten: 15.600 €
- Interne Lösung mit Teilzeitkraft (20 Std./Woche, 3.000 € brutto): ca. 3.600 € Lohnkosten + Arbeitgeberanteil + Softwarelizenz ≈ 5.000–6.000 €/Monat
- Outsourcing zum Festpreis spart erheblich und eliminiert Ausfallrisiken
Einen individuell berechneten Vergleich bietet der Lohnabrechnung-Kostenrechner – dort lassen sich eigene Werte eingeben.
Planbarkeit: Warum der Festpreis bei wachsenden Unternehmen besonders sinnvoll ist
Wer ein Unternehmen führt, denkt in Jahresbudgets. Personalkosten lassen sich gut planen – Löhne, Sozialabgaben, Urlaub. Was oft unterschätzt wird: die Verwaltungskosten rund um die Lohnabrechnung.
Bei variablen Modellen entstehen genau dann hohe Extrakosten, wenn das Unternehmen wächst – also wenn neue Mitarbeiter eingestellt werden, wenn es Fluktuation gibt, wenn Elternzeiten oder Krankheiten Sondervorgänge erzeugen. Ausgerechnet dann, wenn der administrative Aufwand ohnehin steigt.
Der Festpreis dreht diese Logik um: Er skaliert linear mit der Mitarbeiterzahl, ohne Überraschungen. Wer heute 20 Mitarbeiter hat und in zwei Jahren 40 hat, zahlt dann das Doppelte – aber weiß das von Anfang an.
Für die Unternehmensplanung bedeutet das:
- Monatliche Lohnabrechnungskosten sind budgetierbar – kein Puffer für Extras nötig
- Wachstumsphasen werden nicht teurer als proportional – keine Einrichtungsgebühren pro Neueintritt
- Finanzplanung und Controlling können mit verlässlichen Zahlen arbeiten
- Verhandlungen mit Investoren oder Banken werden einfacher, wenn alle Kostenblöcke klar sind
Mehr zu den Kostenstrukturen verschiedener Modelle finden Sie im Vergleich Lohnabrechnung: Kosten und Anbieter im Überblick.
Was ein guter Festpreis beinhalten sollte – und was Vorsicht signalisiert
Nicht jeder „Festpreis” ist wirklich einer. Manche Anbieter nennen einen Grundbetrag pro Mitarbeiter und listen daneben eine lange Reihe an „Sonderleistungen”, die extra kosten. Das Ergebnis ist ein verstecktes variables Modell.
Ein transparenter Festpreis sollte folgende Leistungen ohne Aufschlag umfassen:
- Monatliche Lohn- und Gehaltsabrechnungen für alle Mitarbeitenden
- Meldungen an Sozialversicherungsträger und Finanzamt (DEÜV, Beitragsnachweise)
- Lohnsteuerbescheinigungen am Jahresende
- Arbeitgeber- und Verdienstbescheinigungen auf Anfrage
- Eintritte und Austritte ohne Einmalgebühr
- Persönliche Ansprechperson – kein anonymes Ticketsystem
- Gesetzliche Aktualisierungen ohne Zusatzkosten (Mindestlohnanpassungen, neue Beitragssätze)
Vorsicht ist geboten, wenn:
- Jahressonderzahlungen (Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld) separat berechnet werden
- Rückrechnungen pauschal abgerechnet werden
- Kurzarbeit oder Sondertatbestände als Extraleistungen gelten
- Leistungen, die selbstverständlich wirken, separat in Rechnung gestellt werden
Eine detaillierte Übersicht, welche Leistungen im LOHN24-Festpreis enthalten sind, finden Sie auf der Preisseite. Dort ist auch geregelt, was als Sonderleistung gilt – ohne versteckte Klauseln.
Den vollständigen Leistungsumfang des Lohnabrechnung Outsourcing von LOHN24 beschreibt die Leistungsseite im Detail.
LOHN24 und der Festpreis: Was das in der Praxis bedeutet
LOHN24 arbeitet mit einem klaren Festpreismodell: 13 € pro Mitarbeiter und Monat, unabhängig davon, ob im jeweiligen Monat Eintritte, Austritte oder Sonderzahlungen anfallen. Der Preis ist der Preis.
Das Modell ist so aufgebaut, weil Lohnabrechnung für Unternehmen kein Risikofaktor sein sollte. Wer wächst, zahlt mehr – aber kalkulierbar mehr. Wer eine schwierige Phase hat (Kurzarbeit, hohe Fluktuation), bekommt keine Strafrechnung.
Was das für Ihre Entscheidung bedeutet:
- Kein versteckter Aufwand bei der Prüfung der Monatsrechnung
- Kein Preispoker bei der Vertragsverlängerung
- Skalierbarer Service – der Preis wächst linear mit Ihrem Team, nicht überproportional
Zum Vergleich mit anderen Kostenstrukturen eignet sich der Ratgeber Lohnabrechnung: Kosten pro Mitarbeiter.
Wenn Sie prüfen möchten, ob LOHN24 für Ihr Unternehmen passt: Der Payroll Management Center-Bereich gibt einen Überblick über den Serviceumfang. Einen unverbindlichen Einstieg bietet auch die Seite Kunde werden – dort erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden ein individuelles Angebot.
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